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Kellerkind-Audioforum » Große Marken » Thivan Labs » Thivan labs : Eros 9 Anniversary Horn 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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söckle
Gast


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..ja, mit "Bündelung" ist die Abstrahlbreite gemeint. Die ist abhängig von der Frequenz, mit zunehmender Frequenz wird der Schall immer mehr "gerichtet". Hier ein anschauliches Beispiel, ein Scan Speak Mitteltöner mit 12 cm Durchmesser:



Man erkennt leicht, dass das Chassis bis 1 kHz in aller Richtungen gleich laut abstrahlt. Oberhalb von 1 kHz fallen aber die gemessenen Kurven bei 30° und erst recht bei 60° ziemlich stark ab. Dieser Effekt ist die frequenzabhängige Bündelung.

Die Kunst für den Boxenentwickler ist nun, mehrere Chassis so zu kombinieren und zu filtern, dass diese Bündelung der einzelnen Chassis bei der gesamten Box möglichst wenig in Erscheinung tritt.

Wie geht das?

Indem man die Chassis im Frequenz- Übernahmebereich gemeinsam spielen lässt. Dann bündelt zwar der TT immer noch, aber der HT strahlt die selbe Frequenz viel breiter ab und kompensiert so die Bündelung des TT.

Alles ein Kompromiss, auch das hat wieder Nachteile.


Wenn Du schreibst, die Eros 9 klingt unter Winkel gleich wie auf Achse, dann muss der Kompromiss anscheinend gut gelungen sein. Dazu muss aber das Horn ziemlich tief spielen können, sonst funktioniert das nicht. Besonders bei dem 38er, da der eben sehr früh bündelt.

Bei Hörnern hängt die untere Grenzfrequenz von der Größe des Hornmundes ab. Eigentlich muss man da auch eher steil filtern, da in dem Bereich die Verzerrungen stark ansteigen....


wäre schon mal spannend, die Eros Messtechnisch zu erfassen....

22 Jul, 2018 18:50 19
tripath-test
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 25 Apr, 2015
Beiträge: 2748

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Zitat:
Original von Kellerkind


Wenn ein Mensch wie ich in den letzten 25 Jahren immer derart brutal einwinkeln mußte, daß der Schall sich schon vor dem Hörplatz kreutzt -um die Transienten nicht im Raum rumschwirren zu lassen und eine Bühnentiefe wahr zu nehmen ist das schon ein schwerer Schritt entgegen dem inneren Schweinehund des eigenen Gewohnheitstieres.

Und bei mir ist es der andere Schweinehund und zwar die Einwinkelung die der Thivan Empfehlung entspricht. Ich winkle nur leicht ein so dass der Schall rechts und links am Gehör vorbei sich hinter meinem Kopf kreuzt. So habe ich eine maximale Bühnenbreite und die Bühnentiefe ist ebenfalls vorhanden. Keine Ahnung was Du mit Transienten meinst aber wie gesagt ist mir nix negatives aufgefallen.

_______________
Gruß Mustafa

22 Jul, 2018 22:21 16 tripath-test ist offline Email an tripath-test senden Beiträge von tripath-test suchen Nehmen Sie tripath-test in Ihre Freundesliste auf
söckle
Gast


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....jeder direkt abstrahlende Lautsprecher hat winkelabhängig mehr oder weniger unterschiedliche Frequenzgänge. Durch Einwinkeln der Lautsprecher kann man in diesem Rahmen den Frequenzgang bestimmen, der beim Hörer im Stereodreieck als Direktschall ankommt. Gleichzeitig verändert man zwangsläufig den reflektierten Schall, der nach Umlenkung an den Seitenwänden links und rechts etwas später beim Hörer eintrifft....

Es kommt also auf den Lautsprecher, den Geschmack des Hörers und die räumlichen Gegebenheiten an. Von daher sind pauschale Aussagen kaum möglich, zumal wenn es sich noch nicht einmal um die selben Lautsprecher handelt...

23 Jul, 2018 06:48 10
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 25117

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Zitat:
Original von tripath-test
Zitat:
Original von Kellerkind


Wenn ein Mensch wie ich in den letzten 25 Jahren immer derart brutal einwinkeln mußte, daß der Schall sich schon vor dem Hörplatz kreutzt -um die Transienten nicht im Raum rumschwirren zu lassen und eine Bühnentiefe wahr zu nehmen ist das schon ein schwerer Schritt entgegen dem inneren Schweinehund des eigenen Gewohnheitstieres.

Und bei mir ist es der andere Schweinehund und zwar die Einwinkelung die der Thivan Empfehlung entspricht. Ich winkle nur leicht ein so dass der Schall rechts und links am Gehör vorbei sich hinter meinem Kopf kreuzt. So habe ich eine maximale Bühnenbreite und die Bühnentiefe ist ebenfalls vorhanden. Keine Ahnung was Du mit Transienten meinst aber wie gesagt ist mir nix negatives aufgefallen.



Hallo Mustafa,

Transienten sind beispielsweise das Anschlaggeräusch des Plektrums bei einer Gitarre oder das erste Aufschlaggeräusch des Holzes auf eine Drum.

Hier wird durch den Anschlag ein akustisches Ereignis blitzschnell vorangekündigt.(bei der Gitarre der nachfolgend schwingende Ton der Saite)

Auch im Rahmen eines Zischlautes (Frikativ) von Stimme - verursacht durch die Zähne - wo Millisekunden irre Energie vorliegt zählich ich darunter -
auch wenn man hier wiederum von Sibilanten spricht - aber dem Sibilant geht ebenso ein Transient durch den ersten Luftstoß zuvor.

Hier TRansient Wikipedia - runterscrollen zu Bereich Audio:

https://de.wikipedia.org/wiki/Transiente

Hier die Erklärung zu Sibilant und was im Mund vor sich geht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zischlaut

Nun zu dem Problem - die Seitenwände eines Zimmers reflektieren und das unterschiedlich je nach Beschaffenheit -angenommen Dachschräge, angenommen auf einer Seite Regal auf der anderen nicht, angenommen eine Seite offen, eine nicht, eine Seite Fenster, eine nicht oder an einer steht der speaker näher dran wie an der anderen usw. usw.

Da Transienten blitzschnelle "Vorimpulse sind" wird dann am Hörplatz eine unterschiedliche Reflektion hörbar - nicht alle Menschen reagieren da heute noch drauf - aber das ist der Instinkt von früher das berühmte Ästeknacken im Dschungel orten zu können.

Das Hirn reagiert dann wie folgt -
angenommen die Bass Drum ist in der MItte abgemischt -

den ersten Anschlagsimpuls ortet man dann entweder falsch von rechts oder von links oder auch durch den Raum fliegend, der eigentliche Ton der Drum wieder in der Mitte.

Bei Stimme passiert dasselbe mit den Zischlauten, die kippen wenn die erste Energie kommt rechts und links weg. Besonders stark kann sich der Effekt zwischen 6000-8000 hz einstellen, ich erlebte aber auch schon in einem Zimmer eine 5000 hz Problematik.

Selbst wenn du auf Dauerrepeat eines einschwingenden Zischlautes stellst, kriegst du den von der Ortung nicht in der Mitte fixiert - das Hirn rechnet jedes Mal anderen Quatsch aus.

Winkelt man stärker an spricht man die jeweiligen Seitenwände des Zimmers nicht bzw. weit weniger an und durch den sich vor dem Hörplatz kreuzenden Schall kriegt das Hirn eine megastabile Bühne mit wie ein Stein gemeißelten Transienten und Sibilanten.

Wie Söckle erkärte beeinflußt das aber wiederum je nach Boxenkonstruktion auch andere Parameter (Frequenzgang).

Ihr nennt das Bündelungsverhalten - ich kenne es aus dem Studiobereich als Abstrahlverhalten - deswegen werden in Magazinen Lautsprecher nicht nur auf Achse gemessen.

Bei allen Tannoys (Koaxe) halte ich (und hat mir der Entwickler Dr. Paul Mills auch bestätigt damals) ein starkes Einwinkeln für zwingend erforderlich, wenn man sensitiv im Bereich S Laute und Transienten reagiert.
Bei der Klipsch Reference Linie hat sich das bei mir auch absolut bewährt, sonst ist oebendrein die Bühne flach und die Musik spielt zwischen den Boxen und zweidimensional.

Bei der Thivan ist es hier recht schnuppe.

Eine Alternative mit wenig Einwinklung auszukommen ist es die Seitenwände entsprechend mechanisch zu bedämpfen.

Wird in Studios generell so gemacht, da hat kein Mensch Zeit zig Lautsprecher wochenlang millimeterweise rumzurutschen.

Das aber wiederum bezahlt man mit als weniger empfundenen Loslösen des Klanges von den Boxen - man kann auch tot dämpfen - oder überdämpfen -dann klebt laut unserem Hirn/Wahrnehmung die Musik schier an der Membrane fest:)

Im Prinzip alles Hirnkino.

Man muß probieren, was bei einem und für einen paßt.

Meine Frau reagiert absolut Null im Bereich Transienten und Sibillanten.

Die weiß da immer gar nicht von was ich rede.

:S

_______________
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23 Jul, 2018 07:51 18 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 25117

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Dann auch noch mal zu den versprochenen Werten meiner Aufstellung,
die ich jetzt durchgemessen habe:

Ich habe den Abstand beider Boxen zueinander zur jeweiligen Boxenmitte hin gestern tatsächlich auf den cm genau geschätzt:

Es sind 2,5 Meter

womit ich laut BDA im idealen Bereich liege.

Zu den Seitenwänden habe ich auf der rechten Seite 42 cm Platz (auch ideal laut BDA) zur linken Seite habe ich sogar 80 cm Luft.

Daher muß ich die rechte Box etwas stärker einwinkeln als die linke, weil die Wand rechts früher reflektieren würde.

Links steht die Box nach außen 33 cm zur Rückwand - innerseitig 22 cm.

Rechts steht die Box innerseitig 23 cm von der Rückwand und außerseitig sind 37 cm Luft.

Funktioniert prima, da im Tiefbass bis rauf zu 250 hz Null Probleme mit Bassaufdickung.

Thivan selber empfehlen 40 cm und nur wenn man mehr Bass wünscht näher an die Rückwand zu gehen. Bei mir hält sich das die Waage, da ich zu den Seitenwänden mehr Luft habe.

:S

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23 Jul, 2018 08:26 28 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



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Beiträge: 25117

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PS:

Da ich eh schon mit dem Zollstock herumgekrabbelt bin- habe ich nun das Zimmer auch mal vermessen.

Meine Frau sagte ja immer der Raum sei 4,2 X 4,2 Meter, weil sie davon ausging, er sei identisch mit dem drüber liegenden Schlafzimmer, das stimmt aber nicht-

das Zimmer hat 4,40 X 4,40 Meter und somit weit ich jetzt die exakte Größe- es sind 19,36 qm.

:S

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23 Jul, 2018 08:39 30 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
söckle
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...hab zufällig auf der Homepage von Duevel eine sehr schöne Animation zum Thema Abstrahlverhalten von Lautsprechern gefunden:

https://www.duevel.com/Acoustic/Abstrahlung-3.shtml

...als Beispiel wird hier ein klassisches 3 Wege Design gezeigt. Ich finde, anschaulicher geht es nicht mehr....

23 Jul, 2018 15:34 24
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



Dabei seit: 07 Nov, 2014
Beiträge: 25117

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Hallo Freunde,

ein neuer Lautsprecher mit einem anders ausgelegten Konzept -

da braucht es schon eine Weile sich durchzukämpfen und zu verstehen!

Die Thivan Labs Eros 9 Anniversary hat jetzt bei mir rund 250 Betriebsstunden auf dem Buckel.

Ihr wißt ja, daß mich die Box anfangs völlig geflasht und geplättet hat - weil sie genau das besser machte, wo ich noch Potential im Kellerraum gesehen habe -
in all der Freude konzentriert man sich halt genau auf diese "Wow" Effekte.

Nach 10 Tagen ganztägigen Hörmarathons -und viel feedback von Bekannten - fallen dann eben die Dinge auf, die einem fehlen oder zu viel sind oder die man erst bei ganz bestimmten Aufnahmen und Situationen aufdecken kann.

Deswegen mache ich über Lautsprecher und meiner Einschätzung dazu seit vielen Jahren in den Foren möglichst nur noch Langzeitthreads auf. Alles andere sind nur Momentaufnahmen mit ein paar records.

Da aber viele immer wieder fragten, wie denn nun nach hunderten Stunden mein Wasserstand sei - so denke ich immer noch es ist eine Wahnsinnsbox aber mit einigen ABER.......

Daß die Thivan meine hervorragende Klipsch RP 280 im Keller dauerhaft ersetzen wird - da kann ich mich noch nicht 100% festlegen.

Dieses zähle Luder von Klipsch für Straßenpreis 900 Euro das Paar und Listenpreis 1500 Euro das Paar hat hier reihenweise Boxen spätestens im Marathon übertrumpft - und auch Lautsprecher für 5.000 Euro und Eisa Award Sieger 2017/2018 konnten daran nichts ändern.

Die RP 280 hat eine lange Puste, die hier nun schon über 3 Jahre in dem Raum den Top Referenz Titel trägt.

OK, wie sich mir hier gezeigt hat - und es waren nunmehr zahlreiche Leute zum Hören da - die das größtenteils auch so sehen - ist die Thivan eine absolute Spaßmaschine mit unübertroffenen "WOW" Effekt und man verliebt sich sofort oder flüchtet.

Die Eros 9 ist eine leidenschaftliche Männerbox und der Name Eros paßt einfach prima, weil sie schier erotisch und verführerisch aufspielt.

Ich kenne außer großen Brocken wie Tannoy Westminster auch keinen Lautsprecher der derart gigantomanische Bühnen kreiert wie die viel kleinere Thivan zum 10el des Preises.

Bühnengröße und Luft zwischen Instrumenten - oder auch zwischen Stimmen in Filmen - eine absolute Referenz und gängiges Hifi kommt einem da vor wie Mäuseklavier. Da muß man im Kopf erst mal wieder umschalten wenn man andere Boxen hört.

Die Tiefbass und Bassqualität ist überragend, absolut knotenfrei und dröhnfrei - auch hier erinnert sie mich total an Tannoy Westminster.

Aber leider gibts noch mehr als Bass und Bühne:)

OK, in den letzten Tagen nach den Abhandlungen von Söckle und ganz besonders gestern abend beschäftigte ich mich mit dem Bündelungsverhalten des Mitteltones.
(weil ja bis 2000 hz der 38er Bass mitrennt). Ich habe ja immer wieder beteuert, wie traumhaft stabil die Bühne mit der Thivan bleibt, wenn ich hier im Raum umherlaufe,

oder seitlich auf dem Trainingsrad sitze. Das schaffte bei mir sonst nur eine Klipsch!

Jedoch habe ich mich dabei auf Abbildung und Holografie - und Bass und Hochton - konzentriert, nicht auf den Mitteltonbereich:)

In der Tat - da tönt ein Flügel seitlich im Bereich von 400-2000 hz deutlich anders (irgendwie entkernt), als im Stereodreieck.

Beachtlich, was selbst mir als ehemaliger Tondruide und Musiker da durch die Lappen gehen kann, wenn ich nicht mit der Nase drauf gestumpt werde. Nobodys perfect-

habe ich auch nie von mir behauptet:)

Ich hatte gestern noch mal 2 Bekannte im Hause, wo wir reichlich experimentierten - auch bei Stimmen ist das durchaus vernehmbar, insbesondere bei Männerstimmen.

Ein 1000 hz Testton verschwindet akustisch sogar völlig, wenn man in einem bestimmten Winkel seitlich vor der Box steht - einfach weg - und hört man auch nicht wenn man

lauter dreht - erst, wenn man die Position wechselt ist er wieder da. Ist für mich auch ein Novum und danke an Söckle, der sich schier den Wolf postete, um mir das zu erklären mit der Problematik bei einer solchen Konstruktion.

Dies machen meine diversen Klipsches so nicht - kann ich aber verschmerzen, da für mich selber viel wichtiger stabile Abbildung insbesondere der Transienten und Sibillanten

wichtig ist, sowie ein dröhnfreier Bass.

Also, die Fachleute vom Forum liegen richtig, das System hat auch seine Tücken und nicht nur Vorteile:)

Spätestens jetzt sind die Technik Freaks raus aus dem Thema und die Musikliebhaber werden noch weiter lesen -

eben wegen den Emotionen und nicht den Meßdaten.

Die Thivan klingt insbesondere mit Jazz und Klassik ungemein beeindruckend - da sie schier natürlicher als natürlich zu tönen scheint und ich brauchte lange,

um ihren Trick zu finden.

Sie macht bewußt Dinge physikalisch falsch um sie gehörmäßig richtiger erscheinen zu lassen, eine schmale Gratwanderung, die mir hier lange zu schaffen machte und immer noch macht.

Wer ein Freund von knalligen Kickbässen ist, wie man sie meinetwegen von einer Tannoy Glenair oder einer Klipsch RF 7 MK 2 geliefert bekommt -

wird - vorausgesetzt er nimmt keinen EQ bei 50 und 63 hz zu Hilfe - mit der Thivan nicht glücklich.

Die Thivan mag mehr eine schwingende und grollende Pauke, als eine knallige Bassdrum.

Ich selber zwinge die Thivan mit leicher Anhebung um 3-4 db zum amtlichen Kick Bass auf 50 -63 hz.

Dennoch die unglaubliche Strukturiertheit und schier an der Brechstange geführt musizierende Darbietung einer Klipsch RP 280 erreicht die Thivan hier nicht -

sie übertreibt es lieber mit der Größe und geht das lässiger an.

Das klingt ungeheuer geil - ist aber so ein bißchen weg von der Wahrheit. Die Thivan liebt es episch.

Geht es dann an Blockbusterfilme ist die Thivan ein wahres Wunder, da klopft man sich staunend die Schenkel blau- ist mir zweimal passiert.

Deart brutale und mit körperlicher Urgewalt in die Couch gehenden Explosionen mit glasklaren Orchestertönen im Hintergrund bei Filmen wie Star Wars - nie zuvor erlebt.

Dabei kommt das mit einer Lässigkeit - wie wenn eine Königin einem Bettler eine Münze zuwirft.

Traumhaft in sehr weiten Bereichen sind Stimmen. Hier klingt eine Klipsch RP 280 im Bereich von 3150-8000 hz förmlich lästig, kratzig und fiepsig im Vergleich zur Thivan.

Die Thivan gibt Stimmen mehr Körper und Fleisch und kommt mit rein gar keiner Stimme ins Zischen (bisher bei Boxen aller Hersteller, die ich besaß oder testete mein größtes Problem).

Da hängt die Thivan alles ab und Punkt.

Dennoch - nein - es ist nicht der perfekte Lautsprecher und nun kommen einige ABER.

Der so überragende Stimmenbereich ist im unteren Segment teilweise unorganisiert und knotig - teilweise auch hallig.

Ich habe mir hier mit Freunden schier den Wolf gesucht - weil manchmal mitten in einem Satz oder Wort bestimmte Töne viel zu laut kamen und interpretierte das anfangs als
überragende Lebendigkeit. Auch mein Zimmer, die Sitzposition, alles mögliche hatte ich in Verdacht - und ja, das Zimmer macht da was um 400 hz, wo die Thivan diesen(den Raum) weit mehr anregt,als meine anderen Lautsprecher im Hause. Aber nein, die Eros 9 selber macht irgendwas mit dem Gehäuse und schaukelt sich bei gewissen Tönen kurzzeitig hoch.

Wenn man die Bilder in diesem Thread sieht innerseitig von der Konstruktion durch das Bassrohr fotografiert, dann gibt das einen Schuh, denn das Gehäuse ist nur mit einem Vlies

und sehr dünn gedämmt (der Boden sogar nacktes Holz, wie ich es mit den Händen erfühlte und mit Teleskopspiegel checkte).

Insbesondere wenn man die Oberseite der Box mit dem Fingerknöchel anschlägt tönt diese aggressiv wie ein hohler Kübel mit einem metallischen kurzen Nachringen um 600 hz.

Auch wenn man die Rückseite der Boxen anschlägt mit dem Fingerknochen ist ein leichtes Singen zu vernehmen, daß da nicht hingehört.

Das könnte erklären, warum die Thivan so riesige Räume und Luft zwischen den Instrumenten erzeugt und ist das , was ich den Klangschaleneffekt nenne.

Sicher kennt ihr aus dem Hifi Bereich diese teuren Klangschalen, die mit der Musik vibrieren und dem Hirn eine riesige Räumlichkeit vortäuschen.

Leider ist das genau das Problem, daß meine 38er Tannoy Glenair auch hatte - da war es der Treiberkorb, der deutlich mitbömmelte und mich jahrelang denken ließ meine Heizungskörper

seien schuld und ich die Heizungskörper dann für tausende von Euro immer wieder wechselte - bis dann Florat Seta von Seta Audio hier antrabte und die Boxen demontierte und dann die Treiberkörbe mit Affenkit beruhigte.

Bei der Thivan habe ich hier schlechte Karten das zu korrigieren - weder kann man die Treiber ausbauen noch die Box öffnen, da der Entwickler Herr Thi sich nicht in die Karten schauen lassen will und keine Plagiate duldet.

Das alles hat den Nachteil, daß bei manchen Sprachdarbietungen bei kurz abgehackten Sätzen es wirklich ein wenig aus der Box "echot" und auch singt, wie wenn ein Heizkörper mitschwingen würde.

Wir haben dann gestern mal eine Box kurz raus auf die Terasse getragen(um den Raum als Ursache auszuschließen) und dort vorsichtig abgeklopft -es kommt wirklich aus der Box und ich vermute stark, es ist der dünne Blechkorb des 38er Treibers.

Ähnliches Gebömmel und "hohle Kübel Effekt" hatte ich hier damals ja auch beim Abklopfen der Klipsch Cornwall MK 3 als ich die im Hause hatte -

ist für mich eigentlich ein no go. Die Betonung liegt auf EIGENTLICH.

Sehr viele Leute kriegen das aber nicht mit oder es stört sie nicht. Bei mir ist es der berühmte kleine Lackschaden am neuen Porsche, der den Spaß am ganzen Auto verdirbt,

da die Wahrnehmung sich nur noch darauf fixiert.

Ich vermute die geringe Gehäusedämmung und das Blechbömmeln schaukeln sich an manchen Stellen so hoch, daß es im Stimmenbereich (bei einem Whitesnake Konzert erlebte

ich es auch kurz auf einem Gitarrensolo) so tönt, daß man meint, jemand schiebe in dem Frequenzband eben mal kurz einen Regler voll auf und gleich wieder runter.

Auch kann es sich bemerkbar machen, wenn Schauspieler im Freien reden und dann die Thivan an manchen Passagen ein minimales Echo aufsetzt und es wie in einer Halle klingt und nicht wie im Freien.

Mein Eindruck ist aber, daß das Holz arbeitet, denn an manchen Tagen ist das mehr vernehmbar und stört mich auch - an manchen anderen gar nicht oder kaum.

Ist dann auch so, wenn du mit dem Fingerknochen aufs Gehäuse klopfst, da kann es mal laut oder auch nur leise bömmeln - dasselbe Phänomen hatte ich damals bei meiner Tannoy Glenair-
dort stellte sich damals heraus, daß die Verleimung der Querstreben sich auflösten und je nach Temperatur das Außengehäuse sich mal hochresonierte mit dem Treiberkorb und mal nicht.

Wie soll man nun so was in eine Wertung einfließen lassen?

Ein Testmagazin wird das wohl eher nicht registrieren- haben die damals bei den Glenairs auch allesamt nicht gemerkt, im Open End Forum ist dann aber von vielen Usern dokumentiert, die selbiges mit ihren Boxen erlebten und die dann auch von Seta Audio "repariert" wurden- oder besser gesagt - ruhig gestellt.

Ich habe hier an manchen Tagen und/oder bei manchen Aufnahmen schier ein Deja Vü mit meinen damaligen Tannoy Erlebnissen, daß gewisse Passagen wie aus einem Kübel heraus klingen-

während andere Sachen mich schier zerlegen vor Freude.

Jetzt bitte nicht denken - die Thivan klingt nun generell nach Kübel und Gehäuse - das tut sie nicht - es gibt nur gewissen Frequenzmischungen - und die betreffen hauptsächlich den Stimmenbereich - da geschieht genau dieser Effekt an definierten Stellen - besonders intensiv auf dem Nightwish End of an Era Konzert.

OK - das leichte Nachringen bei abgehackten Stimmen - kommt öfter vor -

und habe ich ja nun bei etlichen Boxenkonstrukten erlebt - und sich außer mir immer keiner dran gestört -

damals bei der Spatial Turbo M 3 oder auch bei Roberts Pure Audio Ope baffle -

nur in all den Fällen konnte man Abhilfe schaffen, weil man an die Treiber rankam, was eben bei der Thivan nicht der Fall ist.

Nächster Punkt -

die Thivan klingt recht unterschiedlich mit und ohne ihrer aufwändig gemachten Abdeckung für den Bass/Mitteltöner.

Ich präferierte zuerst deutlich das Hören ohne die Abdeckung - mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, seit gestern abend blieb die Abdeckung drauf -

ist extrem angenehm im Ohr, auch wenn nicht mehr ganz so frei und luftig.

Zum Hochton:

Wie Niko schon im Forum berichtete - die Thivan ist eines der Hornsysteme, daß keine Details verschluckt - im Gegenteil!

Sie ist sehr hochauflösend und wirklich dennoch angenehm und nie nervend, streßfrei ohne Ende.

Mich erinnert sie bei Jazzsachen sogar mehr an einen Elektrostaten ala Martin Logan Request als an ein Horn!

Dabei spielt sie ähnlich farbenfroh - wie meine Klipsch RF 7 MK 2 im Wohnzimmer. Evtl. ein Fitzelchen "grauer" was vom den vorhin

geschilderten "Nebengeräuschen " geschuldet sein kann.

Dynamisch ist die Thivan ein Monster. Mit das Beste, was mir jemals unterkam.

Ok in der Mikro und Feindynamik mögen einige Lautsprecher besser sein - aber die findet man eher nicht unter den Hörnern.

Insgesamt ist die Thivan ganz sicher kein High End Lautsprecher im klassischen Sinne, sondern eine Bespaßungsmaschine von einem Entwickler,

der offensichtlich das Hörempfinden weit vor die Technik stellt. In unserem strengen und technisierten Deutschland findet man so was eigentlich nicht mehr,

hier haben die Leute schier Angst sich mit schiefen Meßdaten zu blamieren und bauen einfach nur perfekte Wiedergabemaschinen -

die aber vom Hörempfinden nicht selten falsch klingen. Nach dem Motto, technisch alles erste Sahne, aber der Hörer stellt nach 2 Stunden gelangweilt aus.

Der Vietnamese hingegen traut sich was - ähnlich wie damals Hans Deutsch - erst der Mensch - dann die Technik.

Ich finde, die Rechnung ist fast gänzlich aufgegangen - leider leide ich aber an den eigentlich im Normalfall mit wenigen Handgriffen lösbaren Eigenarten.

Dazu gehört ja auch, daß Holz arbeitet und man normalerweise die Treiberschrauben nachziehen können müßte - bei mir hat sich - bisher - mit Ausnahme meiner Klipsch RF 7 MK 2 jeder Boxentreiber etwas gelöst, im Falle einer Hans Deutsch Retro 311 S 2 black damals innert Wochen sogar so sehr, daß die Box angefangen hat zu pfeifen, weil sich die Luft seitlich aus dem Holzspalt rausdrückte wo der Treiber reingeschraubt war.

Muß bei der Thivan ja nicht sein , Bammel habe ich trotzdem.

Und 3 Jahre Garantie sind halt alles andere als üppig, selbst Billigsthersteller geben meistens mindestens 5 Jahre.

Ach so und gestern hatte ich mit lautem Plingen bei einer Box zu tun. Die Thivan steht ja auf den metallenen Trägern, die eingeschraubt werden,

da hat sich einer halt ein bißchen gelöst und die Schrauben mußten eine halbe Umdrehung nachgedreht werden. Das hat richtig mechanisch Alarm gemacht.

Einige werden sagen ich suche nach den Krümeln in der Suppe, leider sind es die Krümel, die mir dann den Spaß nehmen.

Einige fragten mich auch schon , ob ich nun die RF 7 MK 2 abgebe und durch eine Thivan ersetze -

meine Antwort?

Nein!

Die RF 7 MK 2 spielt im Wohnzimmer seit über 4 Jahren perfekt und ich kann gar nichts kritisieren und ich weiß was ich habe, da ich es schon so lange habe.

Und die RF 7 hat halt klanglich und mechanisch gar keine Macken und keine ABER-

auch wenn sie den Raum der Thivan nicht aufziehen kann und bei Jazz und Klassik nicht mitkommt, was mir aber als Rocker schnuppe ist.

Was die Thivan halt auszeichnet ist der Mut zur musikalischen Eigenständigkeit und Interpretation.

Die spielt sofort in die Seele, kommt mit riesigen Gesten daher und nimmt einen in den Arm.

Um das zu bewerkstelligen macht sie einige Dinge die in heutigen deutschen Hifi Mainstream und Meßfetichismus verwerflich bzw. verpönt wenn nicht gar undenkbar sind.

Spätestens wenn man mit der Thivan ein yello Konzert erlebt hat braucht man lange um normales Hifi wieder "interessant" zu finden -ich müßte beinahe sagen "ertragen zu können".

Aber so krass und umwerfend diese Glücksmomente sind, so erwischt es einen eiskalt in den Situationen, wo man ihre Artefakte von Gehäuse/Treiber wahr nimmt.

Für mich ist das einer der Handvoll besten, geilsten und musikalischsten speaker, die ich jemals hören durfte -

leider auch unter den Top 5 der eine mit den deutlichsten Schwachpunkten. Würde man die behoben kriegen -und das wäre wirklich kein Akt - ok, mit Ausnahme der für mich

völlig unwichtigen Mitteltonbündelung - hätte sie das Zeug zu meiner NUMMER 1.

Und damit polarisere ich sicher - denn wie gesagt - wer gewöhnt ist mit Neutralos abzuhören - wird da nicht mit glücklich.

Die Thivan wird ihre Zielgruppe - da bin ich mir sicher - bei den Leuten finden, die in der Musik abtauchen wollen, keine Zeit und Lust zum Erbsen zählen haben und auf Freudentränen stehen

und auch mal vergeben können und Fehler verzeihen, wenn sie so in Liebe gehüllt werden.

Ich kann euch nur nahe legen mal selber mit der Thivan zu befassen. Sollte ich die Box mit einem Wort beschreiben: LEBENSECHT

Das zweite Wort wäre: LEBENDIG

Der Fußwippfaktor sprengt bei mir jede Richterskala.

Ich sag mal Amen, denn die Thivan jetzt in Einzeldisziplinen zu zerlegen und zu bepunkten, wie ich das sonst tue, wird ihr nicht gerecht.

Für mich eine große Bereicherung so was mal erleben zu dürfen.

:T :S

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23 Jul, 2018 17:08 25 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von söckle
...hab zufällig auf der Homepage von Duevel eine sehr schöne Animation zum Thema Abstrahlverhalten von Lautsprechern gefunden:

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...als Beispiel wird hier ein klassisches 3 Wege Design gezeigt. Ich finde, anschaulicher geht es nicht mehr....



Dankeschön,

dort steht ein enorm wichtiger Satz, der genau das vermittelt -
was ich dem Mustafa wegen der Einwinklung und den Seitenreflektionen zu vermitteln versuchte:

Zitat:

Der Musikliebhaber hört als erstes den direkten Schall und im Millisekundenabstand die frühen Reflexionen von Decke, Seitenwänden und Boden.
Idealerweise sollten die Reflexionen des Originalschalls einen "similaren" also gleichen Höreindruck hinterlassen wie der Originalschall.

Zitat Ende

Auch ergibt sich bei dafür sensitiven Menschen der Fragezeichen Effekt von dem verlinkten Video. Ich schreibe mal bewußt "sensitiv" denn die Hersteller hauen gerne in ihrer Werbung auf die Pauke, wie essentiell wichtig das für den Musikgenuß ist - liegt ja auch nahe - nur Theorie und Praxis driften arg auseinander - meine persönliche Erfahrung mit vielen hunderten von Menschen mit denen ich im Leben zusammen Sachen hörte und versuchte zu analysieren - war es so, daß ein sehr großer Teil der Menschen in diesen Bereichen eben NULL sensitiv sind.

Die hören nicht schlechter, nein, den ihr Hirn rechnet da gar nicht rum - teilweise nehmen die auch gar keine Bühne wahr mit Stereo, sondern hören die beiden Lautsprecher und finden das so ideal. Oder sagen wir mal so - deren Hirn rechnet keine Bühne aus, sondern filtert unangenehme Effekte des Raumes weg - ähnlich, wie wenn wir uns in einer vollen Kneipe mit dem Gegenüber unterhalten und die anderen Stimmen der anderen Leute ausgeblendet werden.


Stereo ist nunmal letztendlich Hirnkino.

Rundstrahler habe ich natürlich auch schon einige zu hören gekriegt- hoch bis 140.000 Euro vor Jahren in Offenbach.

Leider haben die wiederum andere Probleme und sind auch nicht perfekt.

Die überirdische stabile Raumabbildung fordert wohl auch ihren Tribut zu anderen Kompromissen.

So erlebte ich noch keinen, der mich anmachte - abgesehen vom Wow Effekt der Plastizität . Ich empfand es immer als recht lahm und belanglos - eine Rock Band klingt damit irgendwie gebremst und aufgeweicht.

Übrigens Experimente mit nach hinten strahlenden Tweetern habe ich schon vor langer Zeit gemacht (rund 10 Jahre).

Wir stellten damals die Tannoy Supertweeter nach hinten oder teilweise auch in die hinteren Ecken abstrahlend auf -
auch das bewährte sich nicht und wurde als unrealistisch wahr genommen.

Robert hier im Forum kaufte vor Jahren mal das Flagschiff von Elac - ich meine da war ein Tweeter zuschaltbar, der rundum abstrahlte -

MIr haben die Boxen sehr gut zum leise hören gefallen, allerdings waren auch sie mit Rock sehr behäbig und verweilten nicht allzu lange bei Robert.

Auch war der Bass alles andere als knackig.

Kann sein, die hießen 609 - lagen so um 12 oder 13.000 Euro.

Kein Vergleich zur epischen Darbietung und Raumabbildung der Thivan Eros 9.

:S

_______________
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24 Jul, 2018 07:16 38 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
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Thivanese



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Hallo Freunde,

letzte Nacht hat sich der Vertrieb Herr Derks via Mail auf meine gefühlten 1000 Fragen zur Thivan gemeldet:)

Er mußte halt auch erst mal mit Herrn Thi in Vietnam korrespondieren.

OK - ich habe einige wirklich tolle News für uns.
Zuerst die guten und dann die sauguten? Oder umgekehrt?
Na ja, ich erzähle euch die sauguten zum Schluß!

Zunächst dürfen wir in der wahrscheins kommenden Ausgabe der Zeitschrift LP einen Test bzw. die Meinung von Altmeister Holger Barske zur Eros 9 erfahren.

Herr Barske ist ja nun nicht einfach nur Journalist - der kennt sich aus ausgesprochen gut mit Technik aus - ist also einer der wenigen Schreiber , die auch schrauben können und da schon tolle Sachen (ich kann mich noch in der Stereo an seinen Teac CDP Umbau mit externen Netzteil erinnern) angeleiert hat. Bin mal gespannt, ob er was zum Gehäuse und Dämmungsphilosophie schreibt.

Noch 2 weitere Zeitschriften (fidelity und STEREO)testen gerade die Eros 9 Anniversary laut Herrn Derks - und dann kriegen wir bestimmt auch mal die eine oder andere Messung zu sehen und verstehen gesamtheitlicher, was die Eros 9 anstellt um derart "magisch" zu tönen.

Der Hersteller hat bei sich im Werk nochmal die hier angesprochenen Frequenzen gemessen und konnte dort keine Unregelmäßigkeiten feststellen.

Messungen herausgeben macht der Hersteller Thivan jedoch nicht.

Zitat:
Es gibt von Thivan natürlich Messungen, die aber, wie bei den meisten anderen Firmen, nicht veröffentlicht werden. Z.B. Tannoy, B&W… auch auf über 40 Seiten für eine Serie findet man fast nur Bilder, keine Diagramme.
Zitat Ende

Das finde ich schade - ich habe bis jetzt eigentlich von jedem Hersteller, wo ich nachfragte Messungen erhalten und im Falle beispielsweise meiner Tannoy Westminster TW waren diese sogar in der BDA ausgewiesen mitsamt Benennung des Meßequipments, bei anderen wiederum fand man sie auf der Webseite - oder wie bei Emotiva - in deren Forum.

Natürlich gehe ich prinzipiell überein mit Hans Deutsch Cheffe Horst Portscheller, der beim letzten Forentreffen im Werk treffend meinte: Wer viel mißt, mißt viel Mist! Cool

Ich finde aber Messungen dann interessant, wenn sich Phänomene beim Hören ergeben, deren Ursache man noch nicht genau festzurren kann.

Also warten wir mal ab, was wir von den Zeitschriften reinkriegen - also bitte LP, Stereo und Fidelity (letztere kenne ich gar nicht) im Follow up behalten und laut hier schreien, wenn was drinsteht!

Und jetzt die richtig sauguten News, wo ihr und ich mich drüber mächtig freue!

Ich weiß nicht, ob ich es hier oder nur Herrn Derks ggü. erwähnte - ich hatte auf der Thivan Webseite was über lebenslange Garantie gelesen und mit meinem erbärmlichen Englisch einfach nicht verstanden, was der Vermerk bedeutete und im ersten Jahr ohne Kosten.

Herr Derks erklärte mir, daß in Vietnam keine lebenslange Garantie besteht, sondern nur 1 Jahr.
Man kann aber Garantieverlängerungen erwerben.

Für Deutschland hatte Herr Derks ja 3 Jahre Garantie ausgehandelt - aber ich habe da halt gemeckert, weil ich von den meisten Herstellern 5 Jahre gewöhnt bin - und von mir aus gefragt, warum man nicht zumindest Garantieverlängerungen gegen Gebühr anbietet, ähnlich wie bei Fernsehern.

Da wurden nun von seiten Vietnam und Herrn Derks Nägel mit Köpfen gemacht:
Zitat Herr Derks:
Thivan gibt seinen Kunden in Vietnam 1 Jahr Garantie, für einen Aufpreis kann man eine Garantieverlängerung zukaufen. Wir haben für die europäischen Versionen eine Garantie von 3 Jahre ausgehandelt. Wir werden sie aber auf 5 Jahre erweitern. Damit sollte jeder mehr als zufrieden sein. Thivan hat in 10 Jahren noch nicht einen Garantiefall gehabt, hat Herr Thi mir berichtet.
Zitat Ende

Das nenne ich mal ein Wort!

Und finde ich absolut genial - die Garantie wird auf 5 Jahre verlängert, das gibt einem dann doch ein ruhiges Gefühl beim Kauf.

Ich weiß ja, daß ich als Kunde wegen meinen vielen Fragen zu Produkten ein Alptraum für die Hersteller bin -
aber da hat sich die Fragerei doch mal wirklich ausgezahlt und konnte was Tolles erreicht werden.

Der Tag geht gut los, gell?

Hoffentlich kommt nun bald Ware bei, damit ihr euch von den Thivans in den eigenen 4 Wänden überzeugen könnt.

Gerade hier im Forum sind eine Menge Hörer mit ähnlichen Hörpräferenzen wie ich, die aus der emotionalen Ecke kommen und für die diese Produkte passen wie die Faust aufs Auge. Bis dahin gilt es für die entsprechenden Augen schon Mal genug Taschentücher und/oder Küchenrollen anzuhorten, um den Freudentränenflüssen Herre zu werden. Hm, ob es Aktien für derarte Hersteller gibt? :)

Ich sach mal Amen.


:Z :S

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24 Jul, 2018 08:10 24 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
mannitheear
Gast


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Hi Werner,

die Veröffentlichung aussagekräftige Messungen traue ich nur der fidelity zu. Die messen aber nicht jede getestete Box sondern beschränken sich soweit ich gesehen habe auf eine Box je Ausgabe der sie messtechnisch auf den Zahn fühlen.
Holger Barske ist ein excellenter Kenner der Branche und technisch sehr bewandert, keine Frage. Jedoch sind seine Hörtests durch seine musikalischen Präferenzen und seine Art zu hören für mich völlig uninteressant, da gibt es leider keinerlei Gemeinsamkeiten.
Ich finde, du hast die Thivan schon genauer und differenzierter beschrieben als man das je in einer Zeitschrift lesen wird. Für mich selber kommt die Box aber nicht in Frage. -12 dB und Gehäuseechos - damit könnte ich nicht leben. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, wenn die Turnberry mal einen Nachfolger bekommt, dann soll der nicht nur anders sondern in allen Punkten besser sein und damit kommt nur ein "richtig" wandelnder Lautsprecher in Frage, nichts was einen speziellen Sound erzeugt.
Eine Geithain RL901K müsste ja eigentlich auch perfekt in dein Kellerzimmer passen. Reduzierte Anregung der Bassmoden durch die Bassniere, definiertes Abstrahlverhalten, optimiert für mittlere Hörabstände von 2 - 3 m, 38er Bass, Koax...
LG
Manfred

24 Jul, 2018 09:57 50
martinm
Haudegen


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Zitat:
Original von mannitheear
.... und damit kommt nur ein "richtig" wandelnder Lautsprecher in Frage, nichts was einen speziellen Sound erzeugt....


ein nuBert kommt dem evtl. schon ziemlich nah.

nuLine 84. Oder ein paar Nummern größer die 334.

die dazwischen (244, 264, 284) reden nur um den heissen Brei rum.


weiß mittlerweile von einigen Musiker (Bass)-Kollegen das sie zuhause/hiFi nuberts verwenden. Inkl. Boxen- und Instrumentenbauern.

Ich würde das einfach mal ausprobieren und mich bzgl. der teilweise günstigen Preise nicht abschrecken lassen.


Keine Werbung, kein Fanboy ;-)


g
m

24 Jul, 2018 13:45 06 martinm ist offline Email an martinm senden Beiträge von martinm suchen Nehmen Sie martinm in Ihre Freundesliste auf
Kellerkind Kellerkind ist männlich
Thivanese



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Zitat:
Original von mannitheear
Hi Werner,

die Veröffentlichung aussagekräftige Messungen traue ich nur der fidelity zu. Die messen aber nicht jede getestete Box sondern beschränken sich soweit ich gesehen habe auf eine Box je Ausgabe der sie messtechnisch auf den Zahn fühlen.
Holger Barske ist ein excellenter Kenner der Branche und technisch sehr bewandert, keine Frage. Jedoch sind seine Hörtests durch seine musikalischen Präferenzen und seine Art zu hören für mich völlig uninteressant, da gibt es leider keinerlei Gemeinsamkeiten.
Ich finde, du hast die Thivan schon genauer und differenzierter beschrieben als man das je in einer Zeitschrift lesen wird. Für mich selber kommt die Box aber nicht in Frage. -12 dB und Gehäuseechos - damit könnte ich nicht leben. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, wenn die Turnberry mal einen Nachfolger bekommt, dann soll der nicht nur anders sondern in allen Punkten besser sein und damit kommt nur ein "richtig" wandelnder Lautsprecher in Frage, nichts was einen speziellen Sound erzeugt.
Eine Geithain RL901K müsste ja eigentlich auch perfekt in dein Kellerzimmer passen. Reduzierte Anregung der Bassmoden durch die Bassniere, definiertes Abstrahlverhalten, optimiert für mittlere Hörabstände von 2 - 3 m, 38er Bass, Koax...
LG
Manfred


Hallo Manfred,

du wirst lachen, mit den Geithain 901 K habe ich mich schon vor Jahren auseinandergesetzt, damals bei David im österreichischen Hifi Forum berichtet.

Aus mehreren Gründen kommt diese für mich im Keller nicht in Frage - als erstes mal der , daß ich mir gerade erst Ende April einen neuen ASR Emitter im 10 Kiloeuronen Bereich anschaffte und nun sicher nicht auf Aktivfang gehen werde und den Emitter Spinnenweben ansetzen lasse.

Die 901 K, die ich damals bei Claus Bücher mit meiner Frau ausgiebig belauschen durfte (wie auch das größere Modell mit 2 38ern je Box- ich meine 800 oder 800K hieß die) ist zweifelsohne und das habe ich ihr bescheinigt ein hervorragendes Arbeitsgerät zum Mischen und Mastern.

Auch spielte sie wunderbar aufgeräumt und holografisch, da gibt es nix, ich verstehe die Leute absolut die da nix drauf kommen lassen.

Für mich persönlich ist das aber nichts, da meine ganzen getesteten Rock CD s - darunter auch meine damals selber recordete - damit doch sehr belanglos (nicht warm und nicht kalt) rüber kamen- zwar mit einer herrlichen Informationsflut aber ohne Live Feeling und Spielfreude.
Kurzum - Fußwippen und wegtauchen war Fehlanzeige bei mir.

Meine Frau, die auch dabei war, erkannte die records teilweise kaum wieder.


Nicht falsch verstehen, als Arbeitsgerät - wenn ich heute noch aktiv wäre - würde ich die sofort nehmen, da sie mich bei mischen und mastern nicht ablenken würde und ich nicht wegdriften würde.

Zum Hobby hören und relaxen - also Heimanwedung war mir das viel zu nüchtern -
schau emotional ist der Unterschied in etwa so -

nimm an, du siehst Nachrichten im TV über den Einsturz des WTC.

und mit der Thivan siehst du den passenden Blockbuster, der hinterher im kino läuft.

Ich habe in diesem Thread ja schon mehrfach darauf hingewiesen - wer auf sachliches Hifi steht -
wie B u W, Nubert, Geithain, Gauder und so weiter -
wird mit der Thivan ebensowenig anfangen können, wie mit einer Tannoy oder Klipsch.

Deine Turnberry kenne ich ja auch in und auswendig - ist eigentlich ein sehr emotionaler speaker - der sehr deutlich angenehm knödelt im Bass - ich meine die Gazetten haben das bei ca. 80 hz gemessen.

Ich hätte es ein wenig höher geschätzt bei mir im Hause - ist aber schon zu lange her. Ich habe die Turnberry sehr geliebt- die hatte vieles von einer Mini Westminster T.W.

Dieses Knödeln im Bass macht die Thivan nicht, sie atmet richtig frei durch - wie eine große Westminster und kommt noch eine ganze Ecke lebendiger , quirliger und verspielter herüber als deine Turnberry - vor allen Dingen die Bühne - ist die Turnberry im Vergleich Mäuseklavier.

Auch hat die Thivan ähnliche Gehäuseartefakte auf dem Sound wie die Turnberry - und auch das mitschwingen des Treiberkorbes ist relativ vergleichbar.


Nicht falsch verstehen - ich selber bin nach wie vor ein großer Fan der Turnberry - war und ist genau meine Baustelle. Wie die aktuellste Version klingt, weiß ich nicht, ich hätte selbige wie du - hieß glaube ich HE?


Du hast die ja damals bei mir im Hause gehört und dir dann eine gekauft - und bist schon lange happy damit und hast viel damit erlebt und durchlebt.

Bei dir ist das so ein zähes Biest im Marathon - wie bei mir die Klipsch RP 280 - man checkt immer mal wieder was anderes - teilweise auch grundlegend - kehrt aber doch immer wieder zurück - ist so eine Art "zu Hause" Sound.


Die Thivan habe ich (leider) noch nicht lange -die Liebe ist frisch- und gänzlich kennen tue ich die noch lange nicht -

heute Tag 11oder 12 ?-

aber ich denke, die Thivan hat das : "zu Hause bzw. Heimkommen- Sound " - Potential.

Ich möchte da nix vorwegnehmen und irgendwann zurück rudern müssen - ist mein momentaner "Wasserstand".

Sie erinnert mich an meine ganz große Liebe, evtl. die größte Liebe (lautsprechermäßig) meines Lebens-
die Klipsch RF 7 MK 2 - bei welcher ich auch in den ersten 2 Monaten (dokumentiert im Open End Professionell Forum) zwischen siebten Himmel und auch Ernüchterung schwankte -und einiges einfach nicht funzen wollte.

Damals war es bei mir im Zimmer die Frequenzen 125-160 hz - die sich unglaublich mit der RF 7 hochschaukeln konnten,wie ich es zuvor bei keiner anderen Box erlebte im Leben - alles andere war mehr als perfekt - nur dieser Bereich - je nach Aufnahme konnte mit Gitarre alles zudröhnen.

Damals rettete mir die Fa. Thomann den Hintern mit dem BSS 966 Opal EQ, welchen mir der P.A. Abteilungsleiter Herr Künett ans Herz legte - zwei Regler gedreht und alles war gut und ist es das auch heute nach über 4 Jahren noch.

Die Performance der Klipsch in meinem großen Wohnzimmer ist für mich schier überirdisch.

Nicht schlechter verhält sich die Thivan Eros 9 zur Zeit bei mir im kleinen 19 qm Kellerkabuffchen.

Auch hier sind es 2 Regler - am BSS - die das recht gut retten - 160 und 400 hz - ebenfalls deutlich nach unten gezogen.

Nun ist es wie damals bei der Klipsch - die Problematik wird einem nicht mit jeder Aufnahme bewußt - sondern nur da, wo da eh mit reichlich Energie auf den Bändern gearbeitet wird.

Daß dich nunmehr Geithain mit ihrer Andersartigkeit flasht - kann ich mir gut vorstellen - wenn man lange eine gewisse Linie verfolgte ist man irgendwann offen und neugierig auf Neues und dann erstmal sehr euphorisch (ist mir gerade letztens mit Bändchen passiert! ) -
meistens geht es aber so aus - daß man nach kürzerer oder auch längerer Zeit wieder back to the roots will.

Innerlich habe ich mich im Keller schon mit einer 15er Tannoy Arden rumwerken gesehen:)

Letztlich bin ich rund 25 Jahre komplett Tannoyerisiert gewesen - keinem Hersteller der Welt war ich derart lange treu.

Ich wundere mich eigentlich selber, daß ich nun schon ohne Rückfall über 4 Jahre keine Tannoy mehr kaufte.

(eine Tannoy M 1 spielt aber schon noch im Hause Daumen rauf )

Und eigentlich sollte der Martin vorletzte Woche mit der Klipsch RF 7 MK 3 anrücken, da grätschte mir doch quasi durch den Jan die wunderschöne und hier noch völlig unbekannte Thivan Eros Anniversary dazwischen - und das kann schon kein Zufall mehr sein, sondern Fügung - hat ausgerechnet Martin Dittmeier die Dinger gekannt und ist großer Fan davon und meinte dann, die könnten toll zu mir passen und seien mal was Anderes als eine RF 7.

(und ja, ich werde mir irgendwann die 7 MK 3 zum Test holen, ist doch klar)

Evtl. kommst du ja mal wieder hier in die Nähe, dann kannst du die Thivan mal bei mir hören.

Danke für die Hinweise zur Fidelity. Ich kenne diese Zeitung gar nicht. Ist schon komisch - immer weniger Leute - in der Regel nur noch wir "Opas" interessieren uns für Hifi und immer weniger Leute kaufen Hifi Zeitungen -
aber immer mehr Zeitungen gibt es!

Hätte ich in den 80er und 90er Jahren erwartet, aber nicht in unserer jetzigen Zeit.

Holger Barskes Musikgeschmack kenne ich gar nicht - ich erinnere mich nur noch an die 90er Jahre und Jahrtausendwende, daß ich den sehr gerne gelesen habe und daß einer der wenigen war, die auch wußten was technisch abgeht.

Ich muß gestehen in der damaligen Zeit habe ich sehr drunter gelitten, daß eigentlich überhaupt kein Hifi Schreiberling die von mir präferierte Musik testete.
Einzige Ausnahme war wohl der Lothar Brandt, der sich wenigstens als Dream Theater Fan outete.

In den 80ern und 90ern hattest du als High Ender ganz schlechte Karten, wenn du bei Handel oder Presse oder Hersteller als Metalfan auf der Matte standest.

Nach dem Motto: Was brauchste für den Krach ne gescheite Anlage, hast doch nen Walkman!

Überraschenderweise hat sich das in den letzten 10 Jahren gewandelt. Man wird mittlerweile als Rocker genauso ernst genommen wie als klassikhörer oder Jazzfan oder weiß der Geier.


Uff, hab fertig:)


Wünsch dir nen geilen Tag!

:Z

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24 Jul, 2018 15:54 36 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
martinm
Haudegen


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Zitat:
Original von Kellerkind
...

Überraschenderweise hat sich das in den letzten 10 Jahren gewandelt. Man wird mittlerweile als Rocker genauso ernst genommen wie als klassikhörer oder Jazzfan oder weiß der Geier.
...


die Klassiker und Jazzer sind an sich auch nicht 'intelligenter'. Die benehmen sich nur manchmal etwas "merkwürdig", unnatürlich, und reden schlau daher. ...

Gut das ich keine Vorurteile habe :H Anbeten




zu den Eros

Zitat:

Ich habe in diesem Thread ja schon mehrfach darauf hingewiesen - wer auf sachliches Hifi steht -
wie B u W, Nubert, Geithain, Gauder und so weiter -


ich hätte die Eros jetzt auch eher 'nüchtern' eingeschätzt. Große harte Pappe, Horn ...




g
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Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von martinm am 25 Jul, 2018 18:22 23.

24 Jul, 2018 21:07 03 martinm ist offline Email an martinm senden Beiträge von martinm suchen Nehmen Sie martinm in Ihre Freundesliste auf
martinm
Haudegen


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und irgendwann werde ich mal meine nuberts und den söckle 'untern Arm klemmen' ...

aber ein kleiner Ausflug an den schönen Bodensee wäre doch auch mal was für euch - Werner?!
Ein Tag dort ist fast wie zwei Wochen Urlaub ;-)

24 Jul, 2018 21:21 10 martinm ist offline Email an martinm senden Beiträge von martinm suchen Nehmen Sie martinm in Ihre Freundesliste auf
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Thivanese



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Hallo Martin,

ich würde ja gerne, aber ich halte keine längeren Autofahrten mehr durch.

Meine letzten Versuche scheiterten nach rund 50 km und wir mußten umkehren.

Und Nuberts hatte ich mehrere Paar hier und hörte 2 oder dreimal welche außer Haus, immer mit dem Ergebnis, daß Schlagzeug enorm weit von der Realität kommt, was die Impulsgeschwindigkeit anbelangt, Instrumenten teilweise ineinander verschmieren -also sehr eng aufeinander sitzen -
und der Bass im unteren Bereich bauchig. Dafür fand ich die Hochtonfarben- überhaupt die Klangfarben - echt genial.

Andererseits hörten sich Schrittgeräusche von Frauen auf Stöckelschuhen völlig falsch an, als ob hätten die Stöckel Streichholzgröße, wie wenn man mit Nadeln auf Marmor tickert.

Habe es daher für mich aufgegeben.

Kann aber nachvollziehen, was die Leute an Nubert begeistert. Es ist die sehr relaxte Art, wie die musizieren -
der Hörer wird in vielen Dingen geschont. Man kriegt nicht alles unter die Nase gerieben, hat mich an 70er Jahre Boxen und Sound erinnert, wie früher von WHD.

:V

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25 Jul, 2018 07:35 04 Kellerkind ist online Email an Kellerkind senden Beiträge von Kellerkind suchen Nehmen Sie Kellerkind in Ihre Freundesliste auf
söckle
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Zitat:
Original von martinm
und irgendwann werde ich mal meine nuberts und den söckle 'untern Arm klemmen' ...


ja, sag Bescheid wenn's passt.....



Zum Jazz darf man nicht ganz vergessen, dass der längst nicht immer als intellektuell oder gar versnobt galt. Im Amerika der 50er und 60er war das doch eher noch als N**** Musik verschrien und beschimpft in weiten Teilen der amerikanischen Bevölkerung. Heute undenkbar, die meisten Amerikaner haben die Denke überwunden.....

25 Jul, 2018 08:01 37
söckle
Gast


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P.S.:

Zitat:
Original von martinm

aber ein kleiner Ausflug an den schönen Bodensee wäre doch auch mal was für euch - Werner?!
Ein Tag dort ist fast wie zwei Wochen Urlaub ;-)



oh je - bei Werners Hörgewohnheiten hätte ich Angst, dass mit die Tieftöner aus der Box springen.... :J

:W

Daumen rauf

25 Jul, 2018 08:05 17
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Thivanese



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Zitat:
Original von söckle
P.S.:

Zitat:
Original von martinm

aber ein kleiner Ausflug an den schönen Bodensee wäre doch auch mal was für euch - Werner?!
Ein Tag dort ist fast wie zwei Wochen Urlaub ;-)



oh je - bei Werners Hörgewohnheiten hätte ich Angst, dass mit die Tieftöner aus der Box springen.... :J

:W

Daumen rauf


Das erinnert mich an ein Ereignis vor gut 10 Jahren - als Seta Audio in Mainz ihren ersten knapp 2 Zentner schweren Standboxenprototypen vorführten und ich denen mit eigenen records meiner Band zu Leibe rückte.

Da ist genau das passiert, denn der Kleber hat den Hub der Membranen nicht mitgemacht.

Und nein, wir hörten nicht sonderlich laut, nur mit gehobener Lautstärke. Aber eben unkastrierten Schlagzeugimpulsen.

Cay-Uwe hier vom Forum war damals glaube ich auch dabei.

Im Falle der Nuberts vermute ich, es ist ein Problem, daß man wegen der gewünschten Bauweise (schmale Säulen) eben langhubig zur Sache gehen muß und der Preis den man bezahlt, ist halt, daß Schlagwerk immer vom Impuls anders rüberkommt wie in real.

Das kann für gewisse Hörgewohnheiten auch verlockend und als angenehm empfunden werden.

Ich falle da halt nur nicht ins Beuteschema und finde das nicht mal wertend.

Die hiesige Thivan paßt auch nicht in jedermanns Beuteschema,keine Frage.

Sie macht unglaublich viel gut oder auch besser(teils gravierend!) als andere -
aber leider auch einige wenige Sachen gravierend schlechter - doch um das zu bemerken muß man sich länger mit beschäftigen.

Je nach record ist sie das Beste, was ich im Leben zu hören kriegte oder läßt mich auch schon mal durch die Hölle gehen.

Gestern war ich hocherfreut, daß auf Netflix die alten Alien Filme in Full HD eingestellt worden sind - ich habe die alle nur auf DVD.

Also Alien Resurrection (Teil 4 von 1997) gesehen, den hatte ich schon lange nicht mehr genossen.

Quasi alle Szenen spielen im Inneren eines Raumschiffes mit viel Blech und Stahl drumherum, der auch hörbar wird in Form entsprechenden Halls.

Da die Thivan hier eh etwas übertreibt -war es weniger ein Genuß - das kann meine RB 81 MK 2 am anderen TV wesentlich besser.

Als dann noch die hallige Maschinenstimme des Raumschiffes immer wieder mit Durchsagen kam, brach ich ab und wechselte auf meine andere Anlage, da ich wirklich nichts mehr verstehen konnte.

Ist bisher das extremste Negativbeispiel, daß ich mit der Thivan erlebte.

Und es gibt einige Rock Aufnahmen, die bisher mit jeder Klipsch oder Tannoy ein Hochgenuß waren, die mit der Thivan hingegen wie entfremdet und lieblos, teilweise blechern ausgehöhlt- klingen -

beispielsweise die Tenth Dimension von Ex - Iron Maiden Sänger Blaze Bayley. Das war eigentlich immer eine meiner Referenzaufnahmen in puncto Klangfarben von Gitarre.

Dafür läuft so vieles perfekt, was meine anderen Lautsprecher nie so richtig zu würdigen wußten - wie das steinalte Stairway to Heaven, sowie quasi alles aus dem Jazz Bereich .

Wenn etwas auf derThivan nicht läuft, dann meistens, weil es irgendwie hallig klingt oder aber ab und an ein lauter Störton zu hören ist, der wohl irgendwo zwischen 300 und 400 herz liegen muß- wobei ich nicht weiß, ob das die Box macht oder sich die Box mit dem Raum da hochschaukelt.

Habe das Phänomen noch mit keinem anderen Lautsprecher da unten in den Zimmer beobachtet.

)H

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Zitat:
Original von Kellerkind
[Hallo Manfred,
du wirst lachen, mit den Geithain 901 K habe ich mich schon vor Jahren auseinandergesetzt, damals bei David im österreichischen Hifi Forum berichtet.
Aus mehreren Gründen kommt diese für mich im Keller nicht in Frage - als erstes mal der , daß ich mir gerade erst Ende April einen neuen ASR Emitter im 10 Kiloeuronen Bereich anschaffte und nun sicher nicht auf Aktivfang gehen werde und den Emitter Spinnenweben ansetzen lasse.
Die 901 K, die ich damals bei Claus Bücher mit meiner Frau ausgiebig belauschen durfte (wie auch das größere Modell mit 2 38ern je Box- ich meine 800 oder 800K hieß die) ist zweifelsohne und das habe ich ihr bescheinigt ein hervorragendes Arbeitsgerät zum Mischen und Mastern.
Auch spielte sie wunderbar aufgeräumt und holografisch, da gibt es nix, ich verstehe die Leute absolut die da nix drauf kommen lassen.
Für mich persönlich ist das aber nichts, da meine ganzen getesteten Rock CD s - darunter auch meine damals selber recordete - damit doch sehr belanglos (nicht warm und nicht kalt) rüber kamen- zwar mit einer herrlichen Informationsflut aber ohne Live Feeling und Spielfreude.
Kurzum - Fußwippen und wegtauchen war Fehlanzeige bei mir.
Meine Frau, die auch dabei war, erkannte die records teilweise kaum wieder.

Nicht falsch verstehen, als Arbeitsgerät - wenn ich heute noch aktiv wäre - würde ich die sofort nehmen, da sie mich bei mischen und mastern nicht ablenken würde und ich nicht wegdriften würde.
Zum Hobby hören und relaxen - also Heimanwedung war mir das viel zu nüchtern -
schau emotional ist der Unterschied in etwa so -
nimm an, du siehst Nachrichten im TV über den Einsturz des WTC.
und mit der Thivan siehst du den passenden Blockbuster, der hinterher im kino läuft.
Ich habe in diesem Thread ja schon mehrfach darauf hingewiesen - wer auf sachliches Hifi steht -
wie B u W, Nubert, Geithain, Gauder und so weiter -
wird mit der Thivan ebensowenig anfangen können, wie mit einer Tannoy oder Klipsch.
Deine Turnberry kenne ich ja auch in und auswendig - ist eigentlich ein sehr emotionaler speaker - der sehr deutlich angenehm knödelt im Bass - ich meine die Gazetten haben das bei ca. 80 hz gemessen.
Ich hätte es ein wenig höher geschätzt bei mir im Hause - ist aber schon zu lange her. Ich habe die Turnberry sehr geliebt- die hatte vieles von einer Mini Westminster T.W.
Dieses Knödeln im Bass macht die Thivan nicht, sie atmet richtig frei durch - wie eine große Westminster und kommt noch eine ganze Ecke lebendiger , quirliger und verspielter herüber als deine Turnberry - vor allen Dingen die Bühne - ist die Turnberry im Vergleich Mäuseklavier.
Auch hat die Thivan ähnliche Gehäuseartefakte auf dem Sound wie die Turnberry - und auch das mitschwingen des Treiberkorbes ist relativ vergleichbar.

Nicht falsch verstehen - ich selber bin nach wie vor ein großer Fan der Turnberry - war und ist genau meine Baustelle. Wie die aktuellste Version klingt, weiß ich nicht, ich hätte selbige wie du - hieß glaube ich HE?

Du hast die ja damals bei mir im Hause gehört und dir dann eine gekauft - und bist schon lange happy damit und hast viel damit erlebt und durchlebt.
Bei dir ist das so ein zähes Biest im Marathon - wie bei mir die Klipsch RP 280 - man checkt immer mal wieder was anderes - teilweise auch grundlegend - kehrt aber doch immer wieder zurück - ist so eine Art "zu Hause" Sound.

Die Thivan habe ich (leider) noch nicht lange -die Liebe ist frisch- und gänzlich kennen tue ich die noch lange nicht -
heute Tag 11oder 12 ?-
aber ich denke, die Thivan hat das : "zu Hause bzw. Heimkommen- Sound " - Potential.
Ich möchte da nix vorwegnehmen und irgendwann zurück rudern müssen - ist mein momentaner "Wasserstand".
Sie erinnert mich an meine ganz große Liebe, evtl. die größte Liebe (lautsprechermäßig) meines Lebens-
die Klipsch RF 7 MK 2 - bei welcher ich auch in den ersten 2 Monaten (dokumentiert im Open End Professionell Forum) zwischen siebten Himmel und auch Ernüchterung schwankte -und einiges einfach nicht funzen wollte.
Damals war es bei mir im Zimmer die Frequenzen 125-160 hz - die sich unglaublich mit der RF 7 hochschaukeln konnten,wie ich es zuvor bei keiner anderen Box erlebte im Leben - alles andere war mehr als perfekt - nur dieser Bereich - je nach Aufnahme konnte mit Gitarre alles zudröhnen.
Damals rettete mir die Fa. Thomann den Hintern mit dem BSS 966 Opal EQ, welchen mir der P.A. Abteilungsleiter Herr Künett ans Herz legte - zwei Regler gedreht und alles war gut und ist es das auch heute nach über 4 Jahren noch.
Die Performance der Klipsch in meinem großen Wohnzimmer ist für mich schier überirdisch.
Nicht schlechter verhält sich die Thivan Eros 9 zur Zeit bei mir im kleinen 19 qm Kellerkabuffchen.
Auch hier sind es 2 Regler - am BSS - die das recht gut retten - 160 und 400 hz - ebenfalls deutlich nach unten gezogen.
Nun ist es wie damals bei der Klipsch - die Problematik wird einem nicht mit jeder Aufnahme bewußt - sondern nur da, wo da eh mit reichlich Energie auf den Bändern gearbeitet wird.
Daß dich nunmehr Geithain mit ihrer Andersartigkeit flasht - kann ich mir gut vorstellen - wenn man lange eine gewisse Linie verfolgte ist man irgendwann offen und neugierig auf Neues und dann erstmal sehr euphorisch (ist mir gerade letztens mit Bändchen passiert! ) -
meistens geht es aber so aus - daß man nach kürzerer oder auch längerer Zeit wieder back to the roots will.
Innerlich habe ich mich im Keller schon mit einer 15er Tannoy Arden rumwerken gesehen:)
Letztlich bin ich rund 25 Jahre komplett Tannoyerisiert gewesen - keinem Hersteller der Welt war ich derart lange treu.
Ich wundere mich eigentlich selber, daß ich nun schon ohne Rückfall über 4 Jahre keine Tannoy mehr kaufte.
(eine Tannoy M 1 spielt aber schon noch im Hause Daumen rauf )
Und eigentlich sollte der Martin vorletzte Woche mit der Klipsch RF 7 MK 3 anrücken, da grätschte mir doch quasi durch den Jan die wunderschöne und hier noch völlig unbekannte Thivan Eros Anniversary dazwischen - und das kann schon kein Zufall mehr sein, sondern Fügung - hat ausgerechnet Martin Dittmeier die Dinger gekannt und ist großer Fan davon und meinte dann, die könnten toll zu mir passen und seien mal was Anderes als eine RF 7.
(und ja, ich werde mir irgendwann die 7 MK 3 zum Test holen, ist doch klar)
Evtl. kommst du ja mal wieder hier in die Nähe, dann kannst du die Thivan mal bei mir hören.
Danke für die Hinweise zur Fidelity. Ich kenne diese Zeitung gar nicht. Ist schon komisch - immer weniger Leute - in der Regel nur noch wir "Opas" interessieren uns für Hifi und immer weniger Leute kaufen Hifi Zeitungen -
aber immer mehr Zeitungen gibt es!
Hätte ich in den 80er und 90er Jahren erwartet, aber nicht in unserer jetzigen Zeit.
Holger Barskes Musikgeschmack kenne ich gar nicht - ich erinnere mich nur noch an die 90er Jahre und Jahrtausendwende, daß ich den sehr gerne gelesen habe und daß einer der wenigen war, die auch wußten was technisch abgeht.
Ich muß gestehen in der damaligen Zeit habe ich sehr drunter gelitten, daß eigentlich überhaupt kein Hifi Schreiberling die von mir präferierte Musik testete.
Einzige Ausnahme war wohl der Lothar Brandt, der sich wenigstens als Dream Theater Fan outete.
In den 80ern und 90ern hattest du als High Ender ganz schlechte Karten, wenn du bei Handel oder Presse oder Hersteller als Metalfan auf der Matte standest.
Nach dem Motto: Was brauchste für den Krach ne gescheite Anlage, hast doch nen Walkman!
Überraschenderweise hat sich das in den letzten 10 Jahren gewandelt. Man wird mittlerweile als Rocker genauso ernst genommen wie als klassikhörer oder Jazzfan oder weiß der Geier.

Uff, hab fertig:)

Wünsch dir nen geilen Tag!
:Z

Hi Werner,
wow! Ich verstehe deinen Standpunkt komplett aber bei einigen Punkten habe ich inzwischen ein bisschen andere Erfahrungen gemacht.

Ich weiss ja dass du die Geithain bereits gehört hast aber die mangelnde Emotion und dass du deine eigenen Recordings nicht so hättest wie erwartet könnte ja auch mit dem Raum und der Ansteuerung zusammenhängen. Ich habe nur die 801K gehört fie etwa so aussieht wie die 901K aber Class D Endstufen hat und viel teurer ist. Grobdynamisch und basstechnisch hat mich diese in einem relativ grossen Raum komplett zerlegt, habe diesbezüglich noch nie was besseres gehört und auch noch völlig ermüdungsfrei.

Die Emotion, wobei ich lieber Gefühl sage, sollte aber doch nicht vom Equipment kommen sondern von der Musik. Dafür sollte die Wiedergabe so transparent wie nur irgendwie möglich sein. Alles was ein Speaker an Eigenklang auf die Musik draufsetzt mag beim einen Stück als positiv empfunden werden, bei einem anderen passt es dagegen nicht und stört. Bestimmte Eigenarten der Turnberry haben mich irgendwann genervt aber ich konnte sie durch diverse kleinere Massnahmen zum Glück so minimieren dass sie mich nicht mehr stören. Klar wurde mir das so richtig als ich mit der Tablette 8 einen sehr neutralen Speaker zum Vergleich hatte, der z.b. ein Klavier viel klarer, völlig unverfärbt und dazu noch wesentlich energetischer als die Turnberry in den Raum stellen kann.
Aber grobdynamisch und im Bass ist die kleine natürlich limitiert. Ergo wäre eine neutrale Box mit 38er Chassis mein Ideal, daher auch das Interesse an der Thivan.
Die typische schlanke 3-Wege Hifi Box mit 86 dB Wirkungsgrad spricht mich nicht mehr an. Diese sind vielleicht neutraler als eine Serien Tannoy aber es klingt meist nicht nach Musik. Z.B. klingt der Hochton der Turnberry niemals nach Hifi sondern immer echt, natürlich und völlig unangestrengt während so eine Kalotte oft irgendwie anstrengend klingt.

Jedenfalls hat die Tivan gezeigt dass ein 38er in einem relativ kleinen Raum dennoch funktionieren kann, ist ja auch interessant. Auch optisch hat sie mir sehr zugesagt, aber ich mag halt keine Box mehr kaufen die färbt. Eigentlich will ich am liebsten das Hifi Buch mal eine Weile zumachen und einfach nur noch Musik hören ohne ständig über Verbessserungen nachzudenken. Bei mir kommt jeder Upgradewunsch durch ein wahrgenommenes Defizit wie Verfärbungen (besonders schlimm sind einzelne herausstechende Töne bei Klavier), mangelnde Auflösung und Feindynamik, zu wenig Power, vor allem im Bass, Sibillanten etc. etc. Das meiste habe ich recht erfolgreich adressiert aber richtig angekommen bin ich halt noch nicht.

Geithain, Gauder, B&W und Nubert würde ich jetzt auch nicht unbedingt in einem Atemzug nennen. Geithain und B&W traue ich eine authentische Wiedergabe zu, die einzige Gauder die ich je hörte klang fürchterlich eng und gepresst und Nubert habe ich noch nicht gehört, aber die Reaktionen sind da auch sehr gemischt, die Marke spricht mich auch intuitiv nicht an.

Aber wo du Bändchen sagst. Bin über das OEF auf Bohne Audio gestoßen, davon hatte ich auch noch nie gehört. Herr Bohne ist Schlagzeuger und sein Ziel war es Boxen zu bauen die ein Schlagzeug realistisch wiedergeben können. Herausgekommen ist eine Serie von 2-Wege-Boxen mit 10, 12,15 und 18 Zoll Bass und einem riesigen selbst konstruiertem Bändchen das relativ weit runterspielt. Die grösseren Modelle machen wohl über 120 dB Schalldruck. Die Lautsprecher sind aber nicht billig, vollaktiv und werden digital auf den Raum eingemessen.

LG
Manfred

25 Jul, 2018 10:18 51
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